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Bauchtanz für Kinder

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Brackel. Bauchtanz für Kinder bietet ein neues Studio in Brackel seit kurzem an. Wir haben zugeschaut, wie Kinder den orienttalische Tanz erlernen


Angela Habermann - hinten rechts - lehrt Bauchtanz für Kinder.  Foto: Linz/PiLi beim Autor
Weise lächelt ein dunkler Buddha, strahlt Besonnenheit aus. Die Figur ist das erste, was Neulinge in der Kindertanzoase sehen. Eine Tür weiter ist es mit der Ruhe vorbei. „Ich muss erst die Musik hören”, sagt Ronja ungeduldig. Mit drei weiteren Mädchen soll sie eine eigene Bauchtanz-Choreografie im neuen Studio von Angela Habermann, die hier alle nur Naima nennen, erarbeiten. „Es ist wichtig, dass die Kinder ihre Ideen einbringen”, sagt die Bauchtanz-Lehrerin und gelernte Erzieherin. Sie hat sich am Brackeler Hellweg 43 einen Traum erfüllt.

Moderne Rhythmen zur Orient-Musik

Ronja im roten Kostüm hört mittlerweile die Musik, ein orientalisches Stück mit modernen Drum-Rhythmen. Sie kommt in Fahrt. Schnell stellen sich die vier Mädchen, alle sind so um die zehn Jahre alt, hintereinander. „Mach' mal das”, sagt sie zu Anna-Lena und zeigt den Ausfallschritt zur Seite. Anna-Lena ist begeistert, die anderen auch. Ruckzuck springen sie aus der Reihe, bilden einen Halbkreis, lassen erst die Hüften, dann die Schultern kreisen.

»Die Kinder verbessern ihre Motorik«

Dabei klappern die goldfarbenen Münzen an ihren Gürteln. Alle beobachten sie sich im riesigen Spiegel, lachen und wissen: „Wir sind gut".

Aber auch eine zweite Gruppe übt, die Orientsterne. Die kommen nach Ronja und Co, werden lautstark angefeuert. Auch sie tanzen zur selben Musik, zeigen aber andere Figuren. Die Mädels sind begeistert, klatschen euphorisch und Angela Habermann strahlt.

Urlaube brachten sie auf den Geschmack


Seit 2004 ist die 39-Jährige in Sachen Bauchtanz unterwegs – im wahrsten Sinne des Wortes. „Ich habe zuerst in einem Studio in Aplerbeck getanzt.” Eine Freundin und zahlreiche Urlaube in der Türkei, Ägypten und Tunesien brachten sie auf den Geschmack.

Doch dann schloss das Studio, Naima tingelte. Mal gab sie Kurse in Turnhallen, mal in Kindergärten. Am Hellweg, in einem ehemaligen Ballettstudio, hat sie sich ein rosa-pinkfarbenes Domizil gestaltet. Derzeit gibt sie mit einer Kollegin elf Kurse in der Woche und arbeitet zudem halbtags als Erzieherin.
Andalusische Schlange, doppelte Hüpfwippe

„Beim Bauchtanz lernen die Kinder Rhythmen kennen und verbessern ihre Motorik." Dabei geht Angela Habermann spielerisch vor. Zur Einstimmung ziehen die Mädels – Jungs sind zwar jederzeit willkommen, derzeit aber nicht am Start – kleine Karten aus einem Säckchen. Darauf sind lustige Strichmännchen, die einzelne Figuren andeuten. „Die andalusische Schlange", ruft eine junge Tänzerin. Sofort gehen die Arme in leichten Paddelbewegungen auf und ab. Dann folgt die doppelte Hüpfwippe, zweimal nach rechts, zweimal nach links.

„Denkt an die Krone, die ihr auf dem Kopf habt. Die darf nicht runterfallen", erinnert die Tanzlehrerin. Prinzessinnen sind eben auch hier äußerst hip. „Klappt super", lobt Angela Habermann. Mit ihrer Kindertanzoase hat sie noch viel vor. Gemeinsame orientalische Abende mit den Eltern zum Beispiel oder ein Ferienprogramm - Ideen gibt es genug.

Quelle: WAZ Nord-Ost, 03.12.2009, Wolfgang Maas

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